Eröffnungsparty im Eberbacher Depot steigt im Juli - RNZ 21.02.2019

Umbau geht voran, aber noch gibt es einiges zu tun – Eberbacher Firma unterstützt Kulturverein

Der Umbau des Depots zum Kulturzentrum läuft: Jesse Safferling, Benny Safferling und Tim Kirchgeßner (v.l.) freuen sich über die Unterstützung durch die Eberbacher Firma Krauth Technology, die Marketing-Teamleiterin Christina Stork und Max Lenz in Form eines Spendenschecks über 2000 Euro vorbeibringen. Foto: Christofer Menges

Der Umbau des Depots zum Kulturzentrum läuft: Jesse Safferling, Benny Safferling und Tim Kirchgeßner (v.l.) freuen sich über die Unterstützung durch die Eberbacher Firma Krauth Technology, die Marketing-Teamleiterin Christina Stork und Max Lenz in Form eines Spendenschecks über 2000 Euro vorbeibringen. Foto: Christofer Menges

Eberbach. (cum) Im Juli soll das neue Kulturzentrum Depot 15/7 in der Güterbahnhofstraße eröffnet werden. Der Umbau läuft. Und der Kulturverein hat weitere Unterstützer gefunden: Am Dienstag übergab der Eberbacher Automatenhersteller Krauth Technology dem Verein einen Scheck über 2000 Euro.

Am alten Raiffeisen-Lager neben den Bahngleisen tut sich inzwischen sichtlich etwas: Dach und Regenrinne sind neu, zwei neue Türen und neue Fenster wurden eingebaut, die Zwischendecke aus dem künftigen Veranstaltungsraum herausgenommen, so dass man bis zum Dachstuhl sehen kann. Wo künftig Seminar- und Technikraum sowie die Toiletten untergebracht sein sollen, wurden die Zwischenwände eingezogen.

Doch bis zur geplanten Einweihungsparty Ende Juli gibt es noch einiges zu tun: Als nächstes sind die Heizungs-, Wasser-, Sanitär- und Elektroinstallationen dran. Vor der künftigen Bühne wird noch ein mitten im Raum stehender Stahlträger herausgenommen und durch zwei seitliche Stützen ersetzt. Den Innenausbau wollen die Depot-Mitglieder zu einem großen Teil in Eigenleistung bewältigen. Deshalb wird es auch nichts mit der ursprünglich eigentlich schon im Mai geplanten Eröffnung.

130 Quadratmeter groß wird der Veranstaltungsraum, rechts vom Eingang eine Bühne, geradeaus eine Bar mit Theke, die ebenfalls selbst gebaut werden soll. Rund 180 Leute passen hier rein, wenn nicht bestuhlt wird - zum Feiern oder wenn Bands auf der Bühne spielen. Die Bühne soll sich für Filmvorführungen oder andere Veranstaltungen auch abbauen lassen.

In einem Technikraum ist Platz fürs Equipment. Im hinteren Teil des ehemaligen Lagers werden die ebenerdig zu erreichende Toiletten und ein Lager eingebaut. Ein 24 Quadratmeter großer Multifunktionsraum mit separatem Eingang ist für Workshops und Seminare vorgesehen oder als Umkleide und Backstageraum für Künstler auf der Bühne.

Auch vorm Depot soll sich noch einiges ändern: Das Gerümpel ist weg. In die Räume geht es künftig über eine großzügige Terrasse mit Sitzgelegenheiten. In der Terrasse sollen die alten Deckenbalken verbaut werden. Für Gehbehinderte wird eine Rampe mit leichter Steigung angelegt. Zwei Behindertenparkplätze werden direkt am Gebäude ausgewiesen. Für Fahrradfahrer sind extra Stellplätze vorgesehen. Auch für die Außenanlagen und den oberen Stock gibt es schon Ideen, die im jetzigen Umbau aber noch nicht inbegriffen sind.

360.000 Euro kostet der Umbau nach aktuellem Stand, rund 40.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Stadtbaumeister Steffen Koch hatte im Dezember die Kostensteigerung mit höheren Baupreisen und Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung begründet. Etwa die Hälfte kommt aus dem Leader-Fördertopf der EU für den ländlichen Raum. Das Gebäude gehört der Stadt, der derzeit rund 80 Mitglieder zählende Verein soll es als Mieter übernehmen, will aber auch Eigenmittel einbringen, etwa für den Innenausbau und die komplette Licht- und Tontechnik. Die Spende von Krauth Technology soll ebenfalls in den Umbau fließen.

Laut Marketing-Teamleiterin Christina Stork spart sich die Eberbacher Firma seit Jahren Weihnachtsgeschenke für Kunden und unterstützt stattdessen soziale Projekte wie die Sozialstation oder Kindergärten. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Kulturverein: "Wir wollen auch Projekte für die Jugend mitfördern, das sind potenzielle Arbeitnehmer, und uns ist wichtig, als Vorbild zu agieren, dass auch andere Unternehmen darin eine Chance sehen, die Jugend zu unterstützen", sagte Stork bei der Spendenübergabe am Dienstag.