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RNZ 07.07.18: 158.000 Euro Zuschuss für das "Depot 15/7"

Leader-Vertreterin übergibt Förderplakette für Umbau zum Kultur-Begegnungstreff, der nun 2019 fertig werden soll

  Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl (5.v.l.) übergibt die LEADER-Förderplakette an BGM Peter Reichert (4.v.l.). Mit dabei (v.l.) Heinz Lang (Abteilungsleiter Hochbau), Christian Vieser (Stadtkämmerei), Martin Säurle (Leader-Geschäftsführer), Joachim Bauer (Erster Landesbeamter), Philipp Köhler und Benny Safferling (Vereinsvorsitzende Depot 15/7) und Roswitha Lenz (Sekretariat BGM). Foto: Martina Birkelbach

Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl (5.v.l.) übergibt die LEADER-Förderplakette an BGM Peter Reichert (4.v.l.). Mit dabei (v.l.) Heinz Lang (Abteilungsleiter Hochbau), Christian Vieser (Stadtkämmerei), Martin Säurle (Leader-Geschäftsführer), Joachim Bauer (Erster Landesbeamter), Philipp Köhler und Benny Safferling (Vereinsvorsitzende Depot 15/7) und Roswitha Lenz (Sekretariat BGM). Foto: Martina Birkelbach

Eberbach. Die Stadt Eberbach hat für die Umwandlung der leer stehenden Lagerhalle in der Güterbahnhofstraße 15/7 zum Kulturzentrum "Depot 15/7" vom Verein "Leader Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald aktiv" Fördermittel in Höhe von 158.100 Euro aus dem europäischen Förderbudget "Leader 2014-2020" erhalten. Am Freitag übergab Heiligkreuzsteinachs Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl in ihrer Funktion als Vorsitzende des Vereins "Leader-Aktionsgruppe Neckartal-Odenwald aktiv" die Förderplakette offiziell an Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert.

"Es war nicht so einfach, in dem Projekt unterzukommen, alles musste auch präsentiert werden", betont das Eberbacher Stadtoberhaupt. Der Verein habe viel vor, das Geld sei gut investiert; bei den vielen geplanten Aktionen gehe es sowohl um junge Leute als auch um ältere Generationen. "Ich freue mich, dass wir das Projekt umsetzen können - dass Leben in das Gebäude kommt", so Bürgermeister Reichert weiter. Das Kulturzentrum "Depot 15/7" sei zudem nicht nur für Eberbacher, sondern "offen für alle". Sein Dank gilt allen, die am Projekt beteiligt waren. "Eberbach wird beReichert", fügt er lachend an.

"Es ist ein gutes Konzept, ein neuer Mittelpunkt für Jung und Alt", so Bürgermeisterin Pfahl. Zudem sei die Lage sehr gut, so dass "man es auch mal richtig krachen lassen kann". Der Verein "Leader-Aktionsgruppe Neckartal-Odenwald aktiv" habe sich aufs Blatt geschrieben, den ländlichen Raum zu unterstützen, und nun freut sie sich, den Startschuss für das Projekt mit unterstützen zu können. "Gerade in dieser hektischen Zeit ist es wichtig, einen "Ort zu schaffen, wo Menschen sich verstehen". Der Gedanke von Leader, Ideen auf dem Grund aufzugreifen und zu unterstützen sei bestens umgesetzt.

Grüße des Landrats Stefan Dallinger übermittelt der Erste Landesbeamte Joachim Bauer. Das ist ein "zukunftsweisendes tolles Projekt", betonte er. Er hofft nun, dass die Künstler das Gebäude mit Leben erfüllen und sich auch Menschen in anderen Gemeinden Gedanken machen und eigene Ideen entwickeln. "So kommen die Europa-Mittel dort an, wo sie hingehören", betont Bauer.

Bei der Übergabe der Plakette waren zudem die von der Stadt Eberbach am Projekt beteiligten Mitarbeiter Heinz Lang (Abteilungsleiter Hochbau) Christian Vieser (Stadtkämmerei), Steffen Koch (Leiter Stadtbauamt) und die Sekretärin des Bürgermeisters Roswitha Lenz dabei.

Ebenso in der Güterbahnhofstraße vor Ort waren Martin Säurle (Leader-Geschäftsführer Mosbach) sowie Philipp Köhler und Benny Safferling, die Vereinsvorsitzenden vom Kulturverein Depot 15/7.

Ursprünglich war für das städtische Gebäude ein Abbruch und die spätere Veräußerung geplant. Durch Initiative des Kulturvereins "Depot 15/7 entstand jedoch die Idee, das Gebäude zu sanieren und in ein städtisches Kulturzentrum umzuwandeln. Im Mai 2016 hatte der Gemeinderat dafür grünes Licht gegeben.

Späterer Hauptnutzer wird vorrangig der Kulturverein sein. Geplant sind unter anderem Konzerte und (Kinder-) Theatervorführungen, Kino, Open-Air-Veranstaltungen, Diskussionen, Workshops mit verschiedenen Themengebieten sowie ein "zwangloser Treffpunkt". Die Räume sollen aber auch anderen Vereinen und Institutionen zur Verfügung gestellt werden, unter anderem auch für die Bereiche Integration genutzt werden.

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 320.000 Euro.

Wegen der Mitgliedschaft Eberbachs in der "Leader Region Neckartal-Odenwald aktiv" stellte sich die Frage, ob die Sanierung über Leader-Fördermittel bezuschusst werden könnte. In Zusammenarbeit mit Martin Säurle wurden die Fördervoraussetzungen geprüft. Da das Projekt gleich mehreren Handlungsfeldern und Zielen der "Leader Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald" entspricht, wurde es als förderfähig eingestuft.

Deshalb wurde die Projektidee am 23. Februar 2016 dem Leader-Auswahlausschuss vorgestellt. Im Juni 2016 wurde dann der offizielle Förderantrag beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht. Im Oktober 2017 stellte das Land Baden-Württemberg den Zuwendungsbescheid aus. Die Zuwendung beläuft sich auf 158.100 Euro aus dem Förderbudget "Leader 2014 bis 2020" der Europäischen Union. Bezuschusst werden die Nettokosten zu einem Fördersatz von 60 Prozent.

Ohne die hohe Bezuschussung wäre es fraglich gewesen, ob die Stadt Eberbach das Projekt hätte realisieren können.

Inzwischen sind die Dachdeckerarbeiten laut Lang und Vieser fast abgeschlossen. "Jetzt geht es weiter mit den Fenstern. Wenn dann außen alles fertig ist, geht es innen weiter", so die beiden städtischen Mitarbeiter. Wie Bürgermeister Reichert erklärt, soll im "ersten Halbjahr 2019" alles fertig sein. Dann kann der Betrieb im neuen Kulturzentrum aufgenommen werden.